Meine Geschichte zu meinem Sternenkind Wuno (Teil 2)
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Stellvertretend für hunderttausende von Bildern unserer Fotografen, reichten wir eines davon im Juni für den "PR-Bild Award 2022" ein. Unter allen eingesendeten Bildern suchte dann eine 21köpfige Jury sechzig Bilder aus, von denen sie sehr beeindruckt war.
Heute bekamen wir die Nachricht, dass das Bild von LION zum Nachdenken angeregt hat. Somit sind wir im Voting.
Es gibt kein Geld zu gewinnen, dafür aber Interesse an unserem Thema. Das ist mit Geld nicht zu bezahlen. Mediales Interesse war in der Geschichte von "Dein Sternenkind" schon immer zielführend.
Darum bitten wir euch heute erneut, „LION mit seinem Vater“ eure Stimme zu geben.
Es ist ganz einfach. Ihr müsst lediglich ein „LIKE“ dalassen. Ein Hinterlassen einer Emailadresse ist nicht nötig.   Es ist nicht nur ein Klick für das Bild, es ist viel mehr!

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Meine Geschichte zu meinem Sternenkind Wuno (Teil 2)


Teil 2- Kraft aus der Hoffnung schöpfen, der Ärztemarathon

Nach diesem Termin sprachen wir mit unseren Kindern sehr offen, sie merkten ohnehin, dass hier was ganz und gar nicht stimmte. Wir weinten gemeinsam und beteten, dass doch alles irgendwie gut werden würde. Am Mittwoch fuhren wir nach Dresden (wir wohnen in Bautzen) zur humangenetischen Beratung und dort wurde uns ein wenig Hoffnung mit an die Hand gegeben, woraus ich für alles weitere Kraft schöpfte, um nicht komplett zusammen zu brechen. Am Donnerstag wurde mir Fruchtwasser entnommen, was für mein Mäuschen und mich eine absolute Tortur war, da ich nur noch sehr wenig Fruchtwasser hatte. Es sollte durch die Untersuchung eine Trisomie ausgeschlossen werden. Mir war aus irgendeinem Grund klar, dass unser Engel keine Trisomie hat. Ich bekam gesagt, dass es ein kleiner Junge ist, unser kleiner Junge! Wir bekamen eine Überweisung zu einem Berliner Arzt, für die Zweitmeinung, der Termin war für Montag geplant. Ich recherchierte immer wieder im Internet und wurde auf einen Arzt in Mannheim aufmerksam, der sich genau auf dieses Krankheitsbild spezialisiert hat. Ich erreichte diesen Arzt sofort am Telefon und wir vereinbarten einen Termin für Dienstag. Das Wochenende hatten wir Zeit zum Durchatmen, Zeit für unsere Kinder, wir rückten sehr eng zusammen und sprachen auch weiter sehr offen mit ihnen, was da gerade passiert. Am Montag nun fuhren wir nach Berlin und dort wurde uns ebenfalls alles bestätigt, was uns schon seitens der Feindiagnostikerin gesagt wurde. Keine Hoffnung auf Heilung, keine Überlebenschance bei diesem Ausmaß. Die Blase meines Mäusels füllte sich weiter und das Nierengewebe war weiter geschädigt, Wassereinlagerungen im Herz und im Kopf kamen noch dazu. Alles was ich nicht hören wollte! Ich konnte das Schicksal so nicht akzeptieren und ich setzte meine ganze Hoffnung in den Arzt aus Mannheim. Abend zu Hause wieder angekommen, packte ich meine Tasche, ich dachte, dass ich am nächsten Tag in Mannheim stationär aufgenommen werde und das mein Schatz intrauterin operiert werden kann, dass alles gut wird. Die Nacht schliefen mein Partner und ich zwei Stunden und fuhren 01:30 Uhr los. Der Termin fand 09:00 Uhr statt. Ich hatte extra nichts gegessen, weil ich wirklich glaubte, dass ich noch an diesem Tag operiert werden könnte. Die Untersuchung dauerte ca. eine Stunde, eine Stunde voller hoffen und bangen, immer wieder kamen mir die Tränen, als ich mein Liebstes in mir zappeln sehen konnte. Nach Beendigung der Untersuchung sollten wir noch kurz warten. Als der Arzt nach 20 Minuten den Raum betrat und ich ihn sah, wusste ich, dass nichts mehr zu machen ist. Die Worte von ihm waren, dass ich wohl schon zwei gesunde Kinder habe. Damit begann das Gespräch. Ich wollte nur noch raus und nahm alles verschwommen wahr. Als er fertig war gingen mein Partner und ich hinaus, ich sank zu Boden, schrie, weinte und brach völlig zusammen. Ich weiß nicht, wie ich diesen Moment ertragen habe, wäre mein Partner nicht an meiner Seite gewesen, ich weiß es nicht...

Mein Partner weinte die ganze Autofahrt immer wieder, ich saß neben ihm, völlig zusammengesackt und alles rauschte an mir vorbei. Wir hielten immer wieder an, um kurz durchzuatmen, aber außerhalb des Autos fühlte sich alles so befremdlich an. Unsere Welt hatte sich in diesen Augenblick aufgehört zu drehen. Irgendwann kam im Radio das Lied von Juliane Werding „Nacht voll Schatten“. Bis heute ist es das Lied für unseren kleinen Wuno, da viele Textpassagen zu treffend waren und im Nachhinein auch noch wurden. Ich konnte es mir bisher nur einmal anhören, zu groß ist der Schmerz.

Uns war klar, dass das letzte Stück unser gemeinsamen Reise hier auf Erden gekommen war. Wir sprachen mit unseren beiden Jungs und versuchten noch, so viele schöne Momente wie möglich, zu schaffen...

Teil 3 folgt nächsten Freitag


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