Unsere Geschichte mit unserem kleinen Sternchen

Unsere Geschichte mit unserem kleinen Sternchen


Ich hatte einen kleinen Hauch Blut entdeckt, während alle feierten zerbrach meine kleine Welt...

Am Abend des 14.09.2019, der Tag an dem mein Bruder seine Freundin zu seiner Frau machte, saß ich also um 23.20 Uhr im Wartebereich der Frauenklinik.

Es war meine zweite Schwangerschaft, mein erstes Wunder hatte ich genau zwei Jahre zuvor, ebenfalls in der 10 SSW gehen lassen müssen.

Ich wollte doch nur den Herzschlag sehen. Da ich Kinderwunschpatientin war, kannte ich mich mit den Schallgeräten bestens aus.

Ich bat die Ärztin den Bildschirm zu drehen, so dass ich selbst ein Auge auf mein kleines Wunder werfen konnte. Während sie sagte: „Da gibt es noch nicht viel zu sehen“, dachte ich: „Was redet sie nur? Das ist die Liebe meines Lebens“.

Es schien alles in Ordnung zu sein, das Herz schlug eindeutig, unübersehbar auch für Mama und Papa. „Solche Blutungen können schon mal sein...“ sagte sie und wir fuhren hoffnungsvoll und beruhigt nach Hause.

Jeder Gang zur Toilette machte mir Angst, jedes Mal raste mein Herz, es könne jederzeit wieder passieren...

Zwei Tage später saß ich erneut wegen Blutungen bei meiner Gynäkologin. Und wieder zeigte sich der Herzschlag meines Kämpferleins deutlich auf dem Bildschirm. Und doch bemerkt jede Mutter was geschieht. Nächsten Morgen erwachte ich, streichelte meinen Bauch und sagte zu meiner Erbse: „ Wenn du nicht mehr kannst, dann lass los. Mama liebt dich und gibt dich frei“.

Die Blutungen waren minimal und doch öffnete ich am nächsten Tag die Tür, als mein Mann von der Arbeit kam und sagte zu ihm, dass er sich jetzt umziehen könne, wir in das Krankenhaus fahren würden und er sich auf das Schlimmste einstellen müsse.

Und dann sah ich dich, wieder etwas gewachsen, dein Körper und dein Kopf so deutlich...da sah ich dich zum letzten Mal, Du, die Liebe meines Lebens.

Vielen Frauen erging es schon wie mir, viele Frauen durften ihrer Trauer nicht freien Lauf lassen. Ersetzt werden können unsere verlorenen Kinder nicht, die Lücke die sie hinterlassen kann niemals gefüllt werden. Wir Sternenmamas haben eine Sehnsucht, die jeden Tag weh tut.


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